Marokko • Citytrip • 3 Tage • Guide & Route
3 Tage in Marrakesch: Die perfekte Route zwischen Medina, Atlas & Wüste
Marrakesch ist laut, bunt, aromatisch – und gleichzeitig überraschend ruhig, sobald du ein Riad betrittst.
In diesem Blogpost bekommst du eine erprobte 3-Tage-Route mit Highlights, Tipps und den besten
Kontrasten: Medina, Ourika-Tal und die Agafay-Wüste.


Kurzüberblick: Marrakesch in 3 Tagen
- Tag 1: Ankommen im Riad, Medina & Souks, Abendstimmung in der Altstadt
- Tag 2: Tagesausflug ins Ourika-Tal nach Setti Fatma (Wasserfälle)
- Tag 3: Kultur & Handwerk (Bahia-Palast), danach Agafay-Wüste mit Wüstenlodge & Kamelritt
Tipp: Plane pro Tag 1–2 Highlights – Marrakesch wirkt am besten, wenn du dir Zeit zum Treibenlassen lässt.
Tag 1: Ankommen im Riad – Ruhe mitten im Trubel
Nach einer kurzen Fahrt vom Flughafen Menara bist du bereits im Zentrum von Marrakesch. Für das beste Erlebnis
empfehle ich dir, in einem Riad zu übernachten. Das Wort „Riad“ bedeutet sinngemäß Garten –
und genau so fühlt es sich auch an: Von außen oft schlicht, innen ein ruhiger Innenhof mit Brunnen, Pflanzen und
häufig einer Dachterrasse.
Viele Riads begrüßen dich klassisch mit Minztee und kleinen Gebäckspezialitäten. Dieser erste Moment
ist wie ein Schalter: Draußen Chaos, drinnen Gelassenheit.

Tag 1 (Nachmittag/Abend): Medina & Souks – Verlaufen gehört dazu
Die Medina ist das pulsierende Herz von Marrakesch – ein dichtes Labyrinth aus hunderten Gassen,
Werkstätten und Souks. Du findest hier Gewürze, Teppiche, Keramik, Leder, Lampen und Kunst. Und ja:
Du wirst dich ziemlich sicher verlaufen.
Das Wichtigste: Bleib entspannt und wirke souverän. Wer sichtbar verloren wirkt, wird manchmal „hilfsbereit“ geführt –
und am Ende um Geld gebeten. Wir haben uns in der Medina aber jederzeit sicher gefühlt, auch abends.
Die Stimmung am Abend – mit warmem Licht, Geräuschen und Düften – ist magisch.
Tag 1 (Abends): Marokkanische Küche erleben – Tagine & Kochkurs
Ein Highlight, das ich jedem empfehle: ein kleiner Kochkurs im Riad. Dabei lernst du nicht nur Rezepte,
sondern auch die Logik der Gewürze. Zentral ist oft die Tagine: ein traditioneller Tontopf mit
kegelförmigem Deckel. Der hält die Feuchtigkeit im Topf – die Tagine ist quasi der ursprüngliche Slow Cooker.
Während das Gericht langsam gart (oft um die 90 Minuten), bleibt Zeit für Beilagen, Salat und Dessert.
Das gemeinsame Essen bei Sonnenuntergang ist der perfekte Abschluss für deinen ersten Tag.
Tag 2: Tagesausflug ins Ourika-Tal – Setti Fatma & die Wasserfälle
Am zweiten Tag lohnt sich ein Ausflug raus aus der Stadt. Nach etwa einer Stunde Fahrt erreichst du das
Ourika-Tal am Rand des Atlasvorlandes. Besonders beliebt ist der Ort Setti Fatma,
bekannt für seine „sieben Wasserfälle“.
Der Aufstieg ist nicht komplett „easy stroll“ – es wird schnell steinig, du balancierst über Felsen, überquerst kleine
Brücken (teils ohne Geländer) und arbeitest dich Stück für Stück nach oben. Aber: Je höher du kommst, desto besser wird
die Aussicht – und der letzte Abschnitt fühlt sich wie eine echte Belohnung an.
Tag 3: Geführter Rundgang & Kultur – Warum Marrakesch innen glänzt
Zurück in Marrakesch ist ein geführter Walking Tour richtig wertvoll, weil du plötzlich Details siehst,
die du sonst übersiehst: Geschichte, Alltag, Religion, Architektur. Ein Punkt, der hängen bleibt:
In der lokalen Kultur gilt es als respektvoll, Reichtum nicht nach außen zu zeigen, um niemanden zu verletzen.
Deshalb wirken viele Gebäude von außen eher schlicht – während sie innen regelrecht explodieren vor Handwerkskunst.
Genau das erlebst du im Bahia-Palast.
Bahia-Palast – Fliesen, Mosaike, Holzschnitzkunst
Der Bahia-Palast ist ein Meisterwerk marokkanischer Ästhetik: feinste Mosaike, detailreiche Fliesen,
geschnitzte Decken, ruhige Innenhöfe. Nimm dir Zeit, nicht nur Fotos zu machen, sondern wirklich zu schauen –
die Details sind das Erlebnis.
Tag 3 (Nachmittag/Abend): Agafay-Wüste – Wüstenlodge & Kamelritt
Zum Abschluss geht’s raus in die Agafay-Wüste – etwa eine Stunde südwestlich von Marrakesch.
Hier erwarten dich keine klassischen Sahara-Dünen, sondern eine steinige, offene Wüstenlandschaft mit unglaublicher Weite.
Viele Unterkünfte sind Luxuszelte / Lodges – sehr komfortabel, aber mit diesem „Wow, ich schlafe in der Wüste“-Gefühl.
Ein kurzer Kamelritt bei Sonnenuntergang und die Stille danach sind der perfekte Kontrast zur Medina.

Fazit: Lohnt sich Marrakesch in 3 Tagen?
Ja. Marrakesch ist in drei Tagen intensiv, aber machbar – und genau richtig, wenn du eine Route wählst,
die Kontraste liefert: Medina (Energie), Ourika-Tal (Natur) und Agafay (Stille).
Du wirst zurückkommen mit dem Gefühl, dass Marrakesch dich einmal durchgeschüttelt – und gleichzeitig geerdet hat.
Praktische Links
Hinweis: Einige Links können Partnerlinks sein. Für dich bleibt der Preis gleich – du unterstützt damit meine Arbeit.