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Per Anhalter durch das minenverseuchte Mosambik

Auf einem Truck in Mosambik, der mich von Tete die 900 km bis nach Vilanculos nehmen sollte

An Weihnachten 2017 begab ich mich auf eine Reise per Anhalter durch Mosambik, beginnend in Kabwe, Sambia, und reiste nach Tete, Beira, Vilanculos und zur Insel Mosambik. Die Reise war zwar voller Abenteuer und atemberaubender Landschaften, aber auch voller Herausforderungen, darunter Begegnungen mit der korrupten Polizei.

Die erste Etappe meiner Reise führte mich von Kabwe nach Tete, einer belebten Stadt am Ufer des Sambesi-Flusses. Die Fahrt war lang, aber landschaftlich reizvoll und führte durch kleine Städte und ländliche Gebiete mit schönen Hügeln und Felsformationen. Unterwegs traf ich viele freundliche Einheimische, die mir Mitfahrgelegenheiten anboten und von ihrem Leben erzählten.

Meine positive Erfahrung wurde jedoch getrübt, als ich an einem Kontrollpunkt in der Nähe von Tete von der Polizei angehalten wurde. Sie verlangten meine Papiere, durchsuchten meinen Rucksack und bestanden darauf, dass ich ein Schmiergeld bezahle, um weiteren Ärger zu vermeiden. Nach langem hin und her mit den Beamten, konnte ich dann meine Reise fortsetzen, war ich jedoch schon sehr gekennzeichnet.

Auf dem Weg nach Inchope und Beira erlebte ich mehrmals das Gleiche. Die Stadt liegt an der Küste, aber sie wurde durch ein hohes Maß an Polizeikorruption beeinträchtigt. Ich wurde mehrmals von Beamten angehalten, die behaupteten, ich hätte geringfügige Verstöße begangen und verlangten eine Zahlung im Austausch für meine Freiheit. Es war eine frustrierende und stressige Erfahrung, die mich machtlos und wütend machte.

Trotz dieser Herausforderungen war ich fest entschlossen, meine Reise fortzusetzen und mehr von Mosambiks atemberaubender Küste zu sehen. Ich fuhr per Anhalter nach Vilanculos, einer kleinen Küstenstadt, die für ihre weißen Sandstrände und ihr kristallklares Wasser bekannt ist. Hier verbrachte ich mehrere Tage, entspannte am Strand und genoss die lokalen Meeresfrüchte und feierte mit einigen Amerikanern des Friedenskorps Weihnachten

Schließlich machte ich mich auf den Weg zur Insel Mosambik, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und vor der Nordküste des Landes liegt. Die Insel ist sehr geschichtsträchtig, mit einer Mischung aus portugiesischen und arabischen Einflüssen, die sich in ihrer Architektur und Kultur widerspiegeln. Ich verbrachte mehrere Tage damit, die engen Gassen der Insel zu erkunden und die Gebäude aus der Kolonialzeit und die alten Festungsanlagen zu bewundern.

Trotz der Herausforderungen, mit denen ich auf meiner Reise konfrontiert wurde, war ich von der Unverwüstlichkeit und Freundlichkeit der Mosambikaner beeindruckt. Obwohl sie in einem Land leben, das sich noch immer von einem verheerenden Bürgerkrieg erholt und mit anhaltender politischer Instabilität zu kämpfen hat, haben viele Einheimische keine Mühen gescheut, um mir zu helfen und mir das Gefühl zu geben, willkommen zu sein.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass meine Reise per Anhalter durch Mosambik eine Reise der Kontraste war. Ich sah einige der schönsten Küsten und Strände, die ich je gesehen habe, aber ich wurde auch mit der Realität der Polizeikorruption und den Herausforderungen des Reisens in einem Entwicklungsland konfrontiert. Trotz dieser Schwierigkeiten fühle ich mich privilegiert, die lebendige Kultur und die atemberaubende natürliche Schönheit Mosambiks erlebt zu haben.

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